Häufig gestellte Fragen
Vor der ersten Sitzung
Sie können mich telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular kontaktieren. Wir vereinbaren einen Termin für ein erstes persönliches Kennenlernen.
Das Erstgespräch bietet Raum, um einander kennenzulernen. Sie können erzählen, was Sie gerade beschäftigt, was Sie zu einer Psychotherapie bewegt und was Sie sich davon erhoffen. Gleichzeitig können Sie einen Eindruck davon bekommen, ob Sie sich bei mir wohl und verstanden fühlen.
Nein. Sie müssen weder eine fertige Geschichte noch ein klar formuliertes Therapieziel mitbringen. Manchmal gibt es ein konkretes Problem, manchmal nur das Gefühl: So wie bisher möchte ich nicht weitermachen. Beides darf Ausgangspunkt einer Therapie sein.
Sie müssen nicht sofort die richtigen Worte finden. Auch Unsicherheit, Schweigen oder das Gefühl, noch gar nicht genau zu wissen, was eigentlich los ist, dürfen ihren Platz haben. Manchmal beginnt Psychotherapie genau dort, wo Worte zunächst fehlen.
Nein. Das Erstgespräch ist zunächst ein Kennenlernen. Eine gute therapeutische Beziehung braucht Vertrauen – und Sie dürfen für sich entscheiden, ob Sie sich eine weitere Zusammenarbeit mit mir vorstellen können.
Auch mit dieser Unsicherheit können Sie zu einem Erstgespräch kommen. Sie müssen nicht bereits entschieden haben, eine Psychotherapie beginnen zu wollen. Das erste Gespräch kann Ihnen dabei helfen herauszufinden, ob dieser Weg für Sie im Moment passend ist.
Ablauf & Rahmenbedingungen
Eine Einzelsitzung dauert 50 Minuten.
Wie häufig wir uns sehen, hängt von Ihrem Anliegen, Ihrer aktuellen Situation und Ihren Bedürfnissen ab. Den für Sie passenden Rhythmus vereinbaren wir gemeinsam.
Das lässt sich zu Beginn meist nicht genau sagen. Manche Themen lassen sich in einem überschaubaren Zeitraum bearbeiten, andere brauchen mehr Zeit. Im Verlauf schauen wir gemeinsam immer wieder darauf, wo Sie stehen und was Sie für Ihren weiteren Weg brauchen.
Eine Einzelsitzung von 50 Minuten kostet € 95. Informationen zu möglichen Kostenzuschüssen finden Sie unter „Angebot & Honorar“. Organisatorische oder finanzielle Fragen können wir selbstverständlich auch im Erstgespräch klären.
Vereinbarte Termine sind für Sie reserviert. Bis 24 Stunden vor dem Termin können Sie telefonisch, per SMS oder per E-Mail kostenfrei absagen. Bei späteren Absagen oder Nichterscheinen wird das Honorar in Rechnung gestellt.
Je nach Situation und Rahmenbedingungen kann Psychotherapie auch online stattfinden. Ob diese Form für Sie geeignet ist, können wir gemeinsam besprechen.
Ja. Als Psychotherapeutin bin ich gemäß § 45 Psychotherapiegesetz 2024 (PThG 2024), BGBl. I Nr. 49/2024, gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Psychotherapeut:innen „sind zur Verschwiegenheitspflicht über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes oder im Rahmen der psychotherapeutischen Leistung anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet. Dies gilt über den Tod der bzw. des Berufsangehörigen sowie der Patientin bzw. des Patienten hinaus.“
Die Verschwiegenheit ist eine wesentliche Grundlage der therapeutischen Beziehung und schafft einen geschützten Raum für das, was Sie in die Therapie mitbringen.
Mein therapeutischer Ansatz
Ich arbeite personzentriert. Im Mittelpunkt stehen Sie als Mensch – mit Ihrer persönlichen Geschichte, Ihren Erfahrungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Möglichkeiten.
Es geht nicht darum, Ihnen fertige Lösungen vorzugeben. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit Ihnen verstehen, was Sie bewegt, welche Erfahrungen Sie geprägt haben und was Veränderung für Sie möglich machen kann.
Die personzentrierte Psychotherapie geht auf Carl Rogers zurück. Im Zentrum steht die therapeutische Beziehung. Empathie, Wertschätzung und Echtheit bilden die Grundlage dafür, dass Menschen sich selbst besser verstehen, eigene Möglichkeiten entdecken und persönliche Entwicklung stattfinden kann.
Dass Sie sich als Mensch gesehen und ernst genommen fühlen. Therapie darf ein Ort sein, an dem auch Unsicherheit, Widersprüche, Scham, Ärger, Angst oder Dinge, für die bisher vielleicht die Worte gefehlt haben, Platz bekommen.
Mir ist eine Begegnung auf Augenhöhe wichtig – ohne vorschnelle Bewertungen und ohne die Erwartung, dass Sie auf eine bestimmte Weise sein müssen.
Nein. Ihre Vergangenheit kann wichtig werden, wenn sie zum Verständnis Ihrer heutigen Situation beiträgt. Sie bestimmen jedoch, worüber Sie sprechen möchten und wie weit Sie dabei gehen wollen.
Menschen kommen aus sehr unterschiedlichen Gründen in Psychotherapie. Dazu können Ängste, depressive Stimmungen, Lebenskrisen, Beziehungsschwierigkeiten, Selbstwertprobleme, Suchtprobleme oder belastende Erfahrungen gehören.
Manchmal gibt es aber auch keine klar benennbare Krise. Vielleicht möchten Sie sich selbst besser verstehen, wiederkehrende Muster erkennen oder etwas in Ihrem Leben verändern. Auch das kann ein guter Grund sein, Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.
Während der Therapie
Über alles, was für Sie wichtig ist. Es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Themen und nichts, das zu klein oder unwichtig sein muss, um angesprochen zu werden.
Sie entscheiden, was Sie erzählen möchten und wann Sie darüber sprechen möchten.
Auch das darf sein. Sie müssen keine Themen vorbereiten und keine 50 Minuten „füllen“. Auch Schweigen darf in einer Sitzung seinen Platz haben. Manchmal zeigt sich gerade in solchen Momenten etwas, für das noch keine Worte da sind.
Unbedingt. Wenn Sie sich missverstanden fühlen, etwas irritiert, Sie sich ärgern oder mit etwas nicht einverstanden sind, möchte ich Sie ermutigen, dies anzusprechen.
Auch schwierige Momente zwischen uns dürfen Thema werden. Gerade daraus kann manchmal etwas Wichtiges entstehen.
Persönliche Veränderungsprozesse verlaufen nicht immer geradlinig. Manchmal können Gefühle oder Themen deutlicher spürbar werden, wenn man beginnt, sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen.
Wenn Sie eine Veränderung Ihres Befindens bemerken, können und sollen Sie dies in der Therapie ansprechen. Gemeinsam schauen wir darauf, was gerade geschieht und was Sie in dieser Situation brauchen.
Das ist kein Problem. Frühere Therapieerfahrungen können sogar hilfreich sein. Wir können gemeinsam betrachten, was Ihnen damals gutgetan hat, was weniger hilfreich war und was Sie sich diesmal wünschen.
Auch das können wir besprechen. Psychotherapie ist kein starres Programm. Lebenssituationen verändern sich und manchmal kann eine Unterbrechung sinnvoll sein. Wichtig ist mir, solche Entscheidungen gemeinsam und offen anzuschauen.
Ja. Psychotherapie ist freiwillig und Sie entscheiden, wie lange Sie sie in Anspruch nehmen möchten. Wenn möglich, finde ich es sinnvoll, den Wunsch nach Beendigung gemeinsam zu besprechen und der Therapie einen bewussten Abschluss zu geben.
Veränderung zeigt sich nicht immer spektakulär. Vielleicht bemerken Sie, dass Sie anders über sich denken, Gefühle früher wahrnehmen, eigene Bedürfnisse deutlicher spüren, Grenzen leichter setzen oder in vertrauten Situationen plötzlich andere Handlungsmöglichkeiten entdecken.
Manchmal zeigt sich Veränderung auch ganz leise – in einem anderen Blick auf sich selbst oder in dem Gefühl, mit sich ein wenig mehr im Einklang zu sein.